HOOD1 – Neue Serie

Aktuelle Entwicklungen – Eine neue Serie.
img_7960Die kommenden Arbeiten an meiner Serie umfassen Malerei, Skulptur und Wandobjekte und basieren auf dem immer gleichen Prinzip: Grafische Schichten überlagern sich und spielen mit Tiefe, Farbe und -natürlich- Kontrasten. An nur wenigen Stellen geben die diversen Schichten Einblicke in das Innere von Objekten und die Grundschichten der Bilder. Papier, MDF, Glas, und Holz in loser Anordnung und in festen Objekten werden nach einer festen Arbeitsweise stark variiert.

Harte Kanten stehen in der Malerei lebendigen Strukturen gegenüber, bei Objekten und festen Oberflächen greife ich auf Laserschnitt zurück und stelle so einen Kontrast zwischen präzisen Schnitten und unruhig-mechanischen Konstrukten her. Seit diversen Wochen entstehen die verschiedenen Arbeiten und immer mehr Ideen werden ausprobiert…

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Altelierportrait – Boje Arndt Kiesiel

Interdisziplinär, fantasievoll und openminded: Boje Arndt Kiesiel

Nach dem es in letzter Zeit viel über Boje Arndt Kiesiel zu berichten gab, kam es hier auf meinem Blog zu diversen Ankündigungen und im Rahmen dessen auch zu einem Künstlerportrait, welches mit diesem Atelierportrait abgrundet sei.

Wie ich schon bei früheren Atelierportraits bemerkte, bin ich der Meinung, dass man die Arbeitsweise und das Werk eines Künstlers an dessen Wirkungsstätte ablesen kann. Sicher gibt es Gemeinsamkeiten, die wohl in vielen Ateliers zu finden sind, dennoch richtet sich jeder individuell ein, organisiert und ordnet seinen Platz nach den ganz persönlichen Bedürfnissen ein, damit es während des kreativen Prozesses möglichst keine Störungen gibt und alles so zur Hand ist, wie er es braucht. So auch Boje. Sein Atelier ist in gewisser Hinsicht aber dennoch etwas Besonderes.

Kommt man im Künstlerhaus Wendestraße die Treppe hinauf und kehrt im zweiten Stock bei Kiesiel ein, betritt man ein offenes Loft und steht in einer Mischung aus Galerie, Wohnraum mit offener Küche und Atelier. Durch die großen Fenster fällt viel Licht in den Raum, durch eine Schiebetür gelangt man in den Arbeitsraum. Neben einem Sofa und einer Leiter dominiert der große Arbeitstisch den Raum. Alles wirkt organisiert und aufgeräumt. Während ich die ersten Bilder zu machen begann, erzählte Boje mir, dass er sich bevor er sich ans Werk begibt, immer alles aufräumt, damit er Platz hat, um um den zentral angeordneten Arbeitstisch herumgehen zu können. Das Atelier ist nicht sehr groß, aber gut ausgenutzt. Boje malt vorwiegend auf liegenden Leinwänden und Malgründen, daher ist es wichtig sich um das Objekt bewegen zu können. Die bereits erwähnte Leiter ermöglicht den Blick von oben ohne dafür das Bild aufrichten zu müssen. Zuweilen entscheidet sich erst im laufenden Prozess wie das Werk später hängen soll, da viel improvisiert und aus dem Moment entsteht.

Trotz all der Ordnung spürt man die freigewordenen Energien  der letzten Malsession, die wie ein Nachhall im Raum schwingen. Das leidenschaftliche Arbeiten scheint seine Spuren hinterlassen zu haben. Buddha wacht und mahnt über das Geschehen und ist in diesem Atelier kein Deko-Gegenstand, sondern verkörpert fast schon die Hingabe und Herangehensweise des Künstlers. Der Enstehungsprozess seiner Bilder ist in Boje’s Atelier sehr greifbar, es fällt einem nicht schwer sich vorzusetllen, wie das ein oder andere Werk hier ausgearbeitet, geformt und gemalt wurde. Unfertige Arbeiten werden an der Wand geparkt, so ergibt sich immer mal wieder ein Blick darauf. Auch das gehört zum Prozess.

Der Raum hat etwas Gemütliches, irgendwie Ruhiges an sich, es fühlt sich nicht so an, als würde man ihn nur zum Arbeiten betreten. Sitzt man auf dem kleinen Sofa, blickt man auf die unfertigen Werke, schaut in Richtung Fenster und kann das Atelier und seine Atmosphäre auf sich wirken lassen, eine kleine Pause einlegen.

Die Vielseitigkeit Boje’s spiegelt sich auch in seiner Wirkungsstätte wieder. So findet man den Versuch manifestiert, Ordnung ins Chaos zu bringen ebenso vor, wie verräumte und etwas wuselige Ecken. Versunken in den Tiefen der Sofakissen, oder am ZIEL oben auf der Leiter stehend und auf den Raum herunterblickend, beides geht hier.

Ich hatte die wohl letzte Gelegenheit Boje’s Wirkungststätte zu sehen und zu dokumentieren, wo das Werk Kiesiel’s bis dato entstanden ist, da er aus der Wendestraße ausziehen wird. Wo hin es geht und wie seine zukünftigen Räumlichkeiten aussehen werden, steht wohl noch nicht ganz fest. Sollte es möglich sein, werde ich ihn auch dort einmal besuchen gehen und mir anschauen, wie es bis dahin weitergegangen ist. Für seine Pläne wünsche ich von Herzen gutes Gelingen!

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