Kuenstlerportrait – Boje Arndt Kiesiel

Über den Maler und Künstler Boje Arndt Kiesiel – Ein Atelierportrait.

Vor etwas mehr als einem Jahr bin ich auf einen Maler aufmerksam geworden, der sich auf sehr kleinen Formaten bewegt und bunte, teilweise düstere Bilder malt. 2011 besuchte ich eine kleine Ausstellung im Kunst Kiosk Hamburg, bei der seine Bilder zu sehen waren. Nach dem Betrachten der Bilder kam ich mit Boje Arndt Kiesiel ins Gespräch. Seitdem verfolge ich ein bisschen was der Künstler so treibt.

Boje Arndt kiesiel ECHOS @ Affenfaust

Der 1973 geborene Künstler ist in Norddeutschland an der Ostsee und in Lübeck aufgewachsen. Erste Berührungen mit der Kunst fanden 1989 in Form von Graffiti statt. In der Zeit seiner ersten Lehre zum Schildermaler wurden seine Ambitionen durch die Auseinandersetzung mit dem Maler und Kunstlehrer Johannes Westerhoff, der zum Mentor werden sollte, stark gefördert. Lange und intensive Gespräche über Kunst, das Malen und Kreativität ließen den Kunst-Keim in Boje wachsen und gedeihen. Durch diesen Einfluss und den Privatunterricht, den er genoss, begann Boje sich ernsthafter mit der klassischen Moderne und Fotografie zu befassen. Er malte Aquarelle, experimentierte mit analoger Fotografie und stellte mit nur 18 Jahren erstmals ’92 in der Sternschnuppe in Lübeck aus.

Da ihm der Weg in die Werbung wie vorbestimmt schien, er sich aber darin nicht wiederfinden konnte, probierte er anderes aus, aber auch das DJing sollte ihm ebenso wenig wie seine zweite Lehre zum Kameramann und Videogestalter die Werkzeuge in die Hand geben, sich vollständig auszudrücken. Zu Gunsten anderer Ausdrucksformen geriet das Malen über die Zeit seiner Lehre etwas ins Hintertreffen, nach seinem Abschluss machte sich Kiesiel selbstständig mit Schwerpunkt auf Live-Kamera für Industrieevents und arbeitet seitdem freiberuflich für unterschiedliche Auftraggeber. Hierzu zählt beispielsweise die Umweltorganisation Greenpeace.

Die Konfrontation mit der Instrumentalisierung von Kreativität und visueller Manipulation, führt zur Abkehr von der Industriepräsentation und zurück zur freien Kunst. Er zog 2006 nach Hamburg, widmete sich wieder der Malerei und befasste sich intensiver mit Techniken und Stilen. Sich in der Kunst zuhause fühlend war er 2008 für 2 Jahre Mitgründer des Kunstraumes nachtspeicher23 e.V. in St. Georg. Mittlerweile wird der Verein öffentlich gefördert und trägt sich selbst. Zu dieser Zeit wohnte er um die Ecke der Galerie Auf Halb Acht auf St. Pauli, wo er auch das erste Mal in Hamburg ausstellte, kurz darauf dann auch im Nachtspeicher.

Seit 2010 hat Boje eine neue Bleibe im Künstlerhaus Wendenstraße gefunden und arbeitet seitdem sehr erfolgreich in seinem Atelier-Loft, dass er sich mit seinem Mitbewohner Ramon, einem Fotograf und Designer, teilt. Kiesiel hat in der Hamburger Kunstszene Fuß gefasst und arbeitet hin und wieder eng mit Uli Pforr zusammen und stellt regelmäßig aus. Die kritische Auseinandersetzung mit seinen Erfahrungen in der Eventwirtschaft und der Auseinandersetzung mit der ihn umgebenden Konsumgesellschaft, münden in seinen heutigen Arbeiten. Er selbst beschreibt seinen Stil als irgendwo im freien Feld zwischen Urban Art, Popsurrealismus und Lowbrow angesiedelt.

Nach einer Periode mit abstrakten Werken entstehen seit Ende 2010 vor allem Bilder mit figürlichen Motiven, seine CREATURES. Aus den Strukturen und Formen von undefinierten und offenen Farbflächen arbeitet Boje mit scharfem Blick für Details und scheinbar unerschöpflicher Fantasie ganze Landschaften und Figuren heraus. Diese Bilder spornen den Betrachter an in den Darstellungen zu suchen, zu interpretieren, zu finden… Und das immer wieder. Das scheinbar Unkonkrete formt sich beim Betrachten zu vielfältigen Bildgewalten ganz unabhängig vom Format. Seine Arbeiten zur ZOMBIES-Ausstellung, die die Inszenierungen der Werbewirtschaft und die Konsequenzen von Entmenschlichung thematisierte, waren sehr streetartbeeinflusst und wurden jüngst mit dem Award für Anti-Consumerism art des Art Collectors Club ausgezeichent.

Der Autodidakt arbeitet seit einiger Zeit auch interdisziplinär an Objekten. Darüber hinaus hat er vor, den Realismus für sich zu erkunden, sich dort in medialer Offenheit weiterzuentwickeln, Fotografie, Zeichnung und Malerei ineinander übergehen und sich ergänzen zu lassen. Einige solcher Werke waren bereits auf seiner ZOMBIES- und der Abschluss-Gruppen-Ausstellung der Galerie Auf Halb Acht zu sehen.

Boje Zombies

Die Kunst ist für den Künstler Ventil, um aufgestaute Energien zu lösen, Ausdrucksmittel und Kommunikationswerkzeug. Alle seine Werke transportieren etwas zum Betrachter. Dabei ist die kritische Auseinandersetzung nicht zwingend Bildinhalt oder im eigentlichen Sinne Grund für ein Werk, aber eben ganz oft das Ergebnis. Regt einen Betrachter eines seiner Werke an, sich mit einem Thema zu befassen, ist ihm das natürlich sehr willkommen. Das Ordnen chaotischer Energien ist für Boje dabei Antrieb und angenehmer Nebeneffekt zugleich.

Dieser spannende Künstler stellt, wie ich breits berrichtete, zur Zeit in der Affenfaust Galerie aus und wird am 16. Juni eine Midisage mit Lesung , Künstlergepräch und Kurzfilmvorführung veranstalten. Es sei jedem Interessierten empfolen, diese Gelegenheit zu nutzen und sich ein eigenes Bild zu machen!

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Kupferdiebe-Fotos

Nicht nur Björn Lexius hat sich auf der Vernissage meiner umtriebig gezeigt, sondern auch der Fotograf der Kupferdiebegalerie hat ein paar schöne Bilder gemacht! Der Dank für ein so waches Auge, den richtigen Moment einzufangen und die schönen Bilder gilt dem Fotografen, die Nachbearbeitung, viel war nicht zu tun, stammt aus meiner Feder.

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Heute und morgen sind die letzten Tage, an denen die Möglichkeit besteht, die Ausstellung zu besichtigen. Von 15 bis 19 Uhr werden die Türen offenstehen. Dann sind die zwei Wochen meiner ersten Solo-Ausstellung auch schon wieder vorbei.

Ich danke all dennen, die da waren, in meine Gästebuch geschrieben haben und Interesse an meinen Sachen hatten…

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HOOD1-Vernissage in der Kupferdiebe Gallerie

Gestern fand die Vernissage meiner Ausstellung bei den Kupferdieben statt und war, zumindest aus meiner Sicht, eine großer Erfolg!

HOOD1 hatte gerufen und alle kamen sie! Ich war von den vielen Gäste, deren bunte Mischung und all dem Support ganz überwältigt und bedanke mich bei allen, die mir die Ehre gaben!

Mein besonderer Dank geht dabei natürlich an meine Eltern, die aus Berlin angereist waren und meinen Crew-Kollegen HOCUS77 und CASH127, die sich ebenfalls aus Berlin auf den Weg gemacht hatten, nur um dabei zu sein! Danke Jungs, CREW LOVE IS TRUE LOVE! Ganz wie Hocus bereits sagte: Ne ONE FAMILY – Sache…

Darüber hinaus wäre das alles ohne Capt. Gips nicht möglich gewesen, der den Kontakt zu den Kupferdiebe-Jungs erst hergestellt hat! Danke, Alter!

Für die Bilder der Vernissage war mein lieber Freund Björn Lexius verantwortlich, der einen ganz großartigen Job gemacht hat und dem mein herzlicher Dank dafür gebührt! Bitte verpasst nicht euch seinen Blog anzusehen, über die Bilder der gestrigen Veranstaltung hinaus gibt es dort nämlich ein sehr schönes Potrtfolio seines Schaffens zu sehen! –> Bilder der Vernisaage

All denen, die das verpasst haben, sei gesagt, dass die Ausstellung noch bis zum 04.02.2011 zu sehen ist und immer mittwochs bis sonntags zwischen 15 und 19 Uhr besichtig werden kann!

Ich freue mich auf euren Besuch…

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HOOD1@Kupferdiebe

Es ist soweit, ich stelle solo aus!

Hood1Vernissage

Mir wurde vor einer kurzen Weile von einem Freund, der sich seinerseits ein Atelier im Gängeviertel eingerichtet hat, angeboten, meine Sachen bei den Kupferdieben auszustellen und das lasse ich mir natürlich nicht entgehen!

Am Freitag, den 21. Januar 2011 werde ich ab 19 Uhr meine Vernissage feiern und ab dann zwei Wochen bis zum 03. Februar 2011 dort unter dem Titel „Moin moin, Icke bin’s…“ ausstellen! Geöffnet ist immer Mittwoch bis Sonntag von 15.00 bis 19.00 Uhr

Die Kupferdiebe haben sich seit 2007 im Gängeviertel als feste Instanz etabliert und schon reichlich sehr geile Künstler ausgestellt. Unter anderem die Jungs der TPL-Crew, Papergirl aus Berlin und und und. Nun bin ich dran und hoffe, mich auf so hohem Niveau behaupten zu können…

Interessierte können sich also zum Feiern am 21igsten ab 19Uhr in der Caffamacherreihe 49 im Gängeviertel einfinden. Musikalisch Untermalt wird das Ganze von den Jungs der DELANOCHE DJ-Crew!

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